Lichtstrom

In welcher Entfernung zur Lampe wird der angegebenen Lichtstrom (Lumen) gemessen?
Der angegebene Nutzlichtstrom wird in einer „Ulbricht-Kugel“ gemessen. Unsere Hohlkugel hat einen Durchmesser von zwei Meter. Der Sensor wird regelmäßig kalibriert. Die zu prüfende Lampe befindet sich mittig in der Kugel. Der durch eine kleine Öffnung angebrachte Sensor misst das Licht, welches zuvor vielfach an der inneren Oberfläche reflektiert worden ist. Der angegebene Abstrahlwinkel wird in einem Photogoniometer bestimmt. In unserem Gerät befindet sich die zu prüfende Lampe in einem Meter Entfernung zum Sensor und wird gedreht. Alle 2° wird dabei der Lichtstrom gemessen: -180°…+180°.

Warum ist das Licht zu dunkel, Farbe zu weiß oder Farbe zu rot?
Leuchtmittel sind Massenprodukte. Die Lichtströme können bis zu 10% von den deklarierten Werten gem. EU Direktiven abweichen. Eine exakte Messung kann nur in s.g. Lichtmesskugeln (Ulbricht´sche Kugel) erfolgen.
Die Farbtemperatur besteht aus einer Vielzahl von einzelnen Farbwerten von Dunkelblau bis Dunkelrot. In der Vergangenheit gab es den Effekt bei LED-Leuchtmitteln, daß obwohl mehrere Produkte die gleiche Lichtfarbe haben (z.B. 2700K), sich für das menschliche Auge ein unterschiedliches Lichtempfinden ergeben hat. Die wahrgenommenen Lichtfarbenunterschiede gehen dabei zurück auf die Varianz der Schwellwerteinheiten innerhalb der Kelvinskala. Mit der aktuellen EU-Norm ist diese Bandbreite auf <6 Einheiten definiert. Damit ist für das menschliche Auge eine kaum noch wahrnehmbare Varianz erreicht. Verstärkt werden kann der Effekt jedoch durch die Farbwiedergabeeingenschaft (Ra) des Produkts. Diese ist mit der aktuellen Norm auf Ra>80 definiert. Doch unabhängig der Normenvorgaben ist es möglich, den Ra weiterhin zu verbessern, indem zusätzliche Parameter positiv verändert werden. In der Kumulation könne solche positiven Entwicklungen, beim direkten Vergleich von Produkten, zu unterschiedlichen Farbwahrnehmungen führen.