LED-Leuchtmittel

Warum leuchten LED-Leuchtmittel nach?
Das Nachleuchten einer LED-Lampe ist begründet im enthaltenen Vorschaltgerät. Jede LED-Lampe benötigt zum Betrieb einen speziellen Treiber, welcher mit im Leuchtmittel verbaut ist. Dieses enthält u.a. Kondensatoren (Ladungsträger), welche Energie speichern und nach dem Ausschalten an die LED abgeben. Daher scheint es, als würden die Lampen nach dem Ausschalten kurzzeitig nachleuchten. Wir haben aber auch schon von Einzelfällen gehört, in denen die Lampen über einen langen Zeitraum minimal weiter leuchten. Dies ist zum Beispiel möglich, wenn im Lichtschalter eine Kontrollleuchte enthalten ist und die Elektroverdrahtung einen Fehler aufweist. Im besagten Fall wurde der Neutralleiter („N“) geschaltet, anstelle wie üblich die Phase („L“).

Wie schnell schalten LED-Leuchtmittel ein und wann sind sie hell?
Der in einem LED-Leuchtmittel verbaute LED-Treiber benötigt etwas Zeit, bis die erforderliche Konstantspannung für den Chip zur Verfügung steht. Die Zündzeit liegt unter 0,5 Sekunden. Die zulässige Anlaufzeit bis zur Erreichung von 95% des angegebenen Lichtstroms beträgt laut Europäischer Richtlinie < 2 Sekunden. Alle Lampen der Firma MÜLLER-LICHT erfüllen diese Forderungen vollumfänglich.

Warum flimmern Leuchtmittel?

Das Phänomen des Flimmerns und Flackerns von Leuchtmitteln (Flicker) wurde den meisten Menschen erst mit dem Aufkommen der Kompaktleuchtstofflampe (der sog. Energiesparlampe) bewusst. Insbesondere ältere Modelle mit konventionellen Vorschaltgeräten flimmerten üblicherweise mit der doppelten Frequenz der elektrischen Stromversorgung im Haushalt (100 Hz). Dabei drückt das Flimmern die unmittelbare Übertragung der Stromschwankungen bei Wechselstrom auf die Lampe aus. Im Bereich des Nulldurchgangs erlischt die Lampe dabei für kurze Zeit.

Das menschliche Auge kann üblicherweise nur Frequenzen bis ca. 60 Hz wahrnehmen. Bei schnellen Bewegungen unter Licht mit ausgeprägtem 50 und 100 Hz-Flimmern, können diese Schwankungen in der Helligkeit somit sichtbar werden. Dies gilt insbesondere für Menschen mit erhöhter Empfindsamkeit.

 

Neuere elektronische Vorschaltgeräte sowohl von Energiesparlampen als auch von LED-Lampen vervielfachen die Betriebsfrequenzen (sehr schnelles Ein- und Ausschalten) und machen durch diese Modulation Strom- bzw. Helligkeitsschwankungen für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar. Die am Sockel ankommende Wechselspannung wird darüber hinaus im Vorschaltgerät gleichgerichtet und mithilfe eines Kondensators geglättet.

Je nachdem wie hoch die modulierte Frequenz ist und wie erfolgreich die Welligkeit geglättet wird, bleibt eine Restwelligkeit bei bestehen, deren Höhe und somit Wahrnehmung variiert und ein wichtiges Merkmal für die Qualität des Lichts ist.

 

Warum dürfen austauschbare LED-Leuchtmittel nicht in geschlossenen Leuchten eingesetzt werden?

LED-Leuchtmittel enthalten temperatursensible LED-Chips, welche selber beim Betrieb Wärme erzeugen. Diese muss abgeleitet werden, da die temperaturempfindlichen LED-Chips sonst kaputt gehen können.